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Deutscher Schachbund

  1. Birgit Dietsche und Dominik Müller siegten bei der DBSB-Meisterschaft 2026

    Von Frank Schellmann, Spielleiter des Deutschen Blinden- und Sehbehinderten-Schachbundes (DBSB)

    18 Spielerinnen und Spieler sowie vier Begleitpersonen reisten vom 5. bis 13. September 2026 zur 43. Einzelmeisterschaft des Deutschen Blinden- und Sehbehinderten-Schachbundes (DBSB) an. Erstmals war der DBSB im Tagungszentrum (TGZ) Herrenberg-Gültstein zu Gast. Das Turnier leitete der Internationale Schiedsrichter Jürgen Kehr.

  2. Wenn der Sieger nichts von seinem Glück ahnt…

    Der Sieger ahnte nichts von seinem großen Glück. Bis zur Siegerehrung. Dann kroch die Freude langsam in ihm hoch – und am Tag danach war er sogar richtig euphorisch. „Das ist jetzt natürlich der Hauptpreis“, sagt Simon Degenhard. Ein Schachturnier als Überraschungsei. Der 25-Jährige vom Heilbronner SV hatte zuvor nicht gewusst, dass der Sieger der A-Gruppe der Deutschen Schnellschach-Amateurmeisterschaft (DSSAM) neben dem Pokal und 200 Euro Preisgeld vor allem eines bekommt: Einen Startplatz für die Deutsche Schnellschachmeisterschaft 2027. „Dass ich in so einem elitären Turnier mit den stärksten deutschen Schnellschachspielern mitmachen kann, ist natürlich ein Highlight“, sagt er. Titelverteidiger ist bei „seinem“ Turnier dann übrigens Alexander Donchenko, der gerade mit einer Bronzemedaille aus Samarkand zurückgekehrt ist.

  3. DSB-Mädchenschachprojekt: Brett frei für die elfte Runde

    „Es geht wieder los“, sagt Nadja Jussupow, voller Vorfreude. Nach der dreimonatigen Sommerpause startet jetzt das DSB-Mädchen-Schach-Förderprojekt U12 in seine nächsten Super Tuesday-Trainingssessions. Erste Lehrmeisterin wird am Dienstag, 29. September, ab 18.30 Uhr (bis 20.15 Uhr) jene Nationalspielerin sein, die in Samarkand nicht dabei war: Josefine Safarli. Mit ihr war das Erfolgsprojekt auch Ende Juni in die Auszeit gegangen. Mittlerweile sind diese Breitensport-Trainingseinheiten auch unter einem weiteren Aspekt interessant: „Es werden bestimmt wieder viele neue Gesichter auftauchen. Wir schauen natürlich auch hier genau hin, wer für unseren Leistungsbereich, das Girls-Next-Generation-Projekt in Frage käme“, sagt Nadja Jussupowvor der elften Trainings-Auflage.

  4. Bronze in Samarkand: Deutschland krönt starke Olympiade mit Medaille

    Die deutsche Nationalmannschaft hat sich bei der Schacholympiade in Samarkand mit Bronze belohnt. Im entscheidenden letzten Mannschaftskampf setzte sich das Team von Bundestrainer Jan Gustafsson mit 2,5:1,5 gegen die Niederlande durch und beendet das wichtigste Mannschaftsturnier der Welt hinter Gastgeber Usbekistan und Indien auf Rang drei. Frederik Svane gewinnt zusätzlich Gold in der Einzelwertung am dritten Brett. Die deutschen Frauen verabschieden sich mit einem 3:1 gegen Montenegro und einem versöhnlichen Abschluss aus einem wechselhaften Turnier.

    Elf Runden, neun Siege, zwei Niederlagen – und am Ende Bronze.

    Deutschland hat eine starke Schacholympiade in Samarkand mit einer Medaille abgeschlossen. Mit 18 Mannschaftspunkten beendet die an Nummer fünf gesetzte Auswahl das Turnier auf Rang drei. Gastgeber Usbekistan gewinnt mit 20 Punkten Gold, Indien holt mit ebenfalls 18 Punkten aufgrund der besseren Feinwertung Silber.

    Für Bundestrainer Jan Gustafsson ist es der Lohn für elf intensive Spieltage – und vor allem für die Reaktion seiner Mannschaft in den entscheidenden Momenten.

    „Ich bin auf alle stolz“, sagte Gustafsson nach dem letzten Mannschaftskampf. Ein kleiner Nachgeschmack bleibe zwar angesichts der knappen Niederlage gegen Indien: „Wir waren ein, zwei Züge davon entfernt, das Match zu gewinnen, dann hätte die Medaille vielleicht eine andere Farbe.“ Umso höher bewertet er die Reaktion anschließend: „Danach die Moral zu zeigen und Frankreich und die Niederlande zu schlagen und so durchzuhalten – das war stark.“

  5. Alles auf eine Runde: Männer spielen gegen die Niederlande um eine Medaille – Frauen gegen Montenegro

    Für beide deutschen Nationalteams steht am Sonntag die elfte und letzte Runde der Schacholympiade in Samarkand an. Die Männer gehen als Dritter in den finalen Spieltag und spielen gegen die Niederlande um eine Medaille. Die Frauen treffen zum Abschluss auf Montenegro und wollen ein wechselhaftes Turnier mit einem Erfolgserlebnis beenden. Wichtig: Die Partien beginnen bereits um 11 Uhr Ortszeit – und damit um 8 Uhr deutscher Zeit.

    Zehn Runden lang hat sich die deutsche Mannschaft im Open in der Spitzengruppe behauptet. Nach dem 3:1 gegen Frankreich steht das Team von Bundestrainer Jan Gustafsson bei 16 Mannschaftspunkten und wird vor dem Finale auf Rang drei geführt.

    Vor Deutschland liegen Gastgeber Usbekistan mit 18 und Indien mit 17 Punkten. Deutschland, die Ukraine und Ungarn folgen mit jeweils 16 Punkten. Dahinter lauert eine Gruppe mit 15 Punkten – darunter auch der deutsche Gegner Niederlande.

    Damit ist vor der letzten Runde noch vieles offen. Deutschland hat sich eine starke Ausgangslage erarbeitet, muss diese nun aber in einem letzten schweren Mannschaftskampf bestätigen.

  6. Svane-Brüder schlagen wieder zu: Deutschland besiegt Frankreich und träumt von einer Medaille

    Nach der bitteren Niederlage gegen Indien gewinnt das Team von Bundestrainer Jan Gustafsson mit 3:1 gegen Frankreich – und wieder sind Frederik und Rasmus Svane die entscheidenden Männer. Vor der letzten Runde wird Deutschland vorerst auf Rang 3 geführt und hat weiter alle Chancen auf eine Medaille. Die deutschen Frauen mussten sich dagegen Lettland mit 1,5:2,5 geschlagen geben.

    Es entwickelt sich langsam zu einer bemerkenswerten Geschichte dieser Schacholympiade: Wenn es für Deutschland eng wird, sind die Svane-Brüder da. Gegen die Türkei gewannen Frederik und Rasmus ihre Partien. Gegen Gastgeber Usbekistan taten sie es erneut. Und nun, zwei Runden später gegen Frankreich, wiederholt sich das Spiel zum dritten Mal.

    Vincent Keymer teilte sich am Spitzenbrett mit Maxime Vachier-Lagrave den Punkt, Matthias Blübaum spielte gegen den langjährigen französischen Spitzenspieler Etienne Bacrot ebenfalls remis. Den Unterschied machten anschließend die Bretter drei und vier: Frederik Svane besiegte Maxime Lagarde, Rasmus Svane setzte sich gegen MarcAndria Maurizzi durch.

    Am Ende stand ein deutliches 3:1 – und zwei wichtige Mannschaftspunkte im Kampf um die vorderen Plätze.

  7. Timur Turlov zum neuen FIDE-Präsidenten gewählt

    Der kasachische Unternehmer setzte sich am Samstag bei der Generalversammlung in Samarkand in einer Stichwahl gegen den deutschen Kandidaten Wadim Rosenstein durch.

    Im entscheidenden zweiten Wahlgang erhielt Turlov 110 Stimmen, Rosenstein kam auf 85 Stimmen.

    Zuvor hatte im ersten Wahlgang keiner der drei Kandidaten die notwendige absolute Mehrheit erreicht. Turlov lag dort mit 96 Stimmen vorne, Rosenstein erhielt 76 Stimmen, Jan Henric Buettner 20 Stimmen. Insgesamt wurden 192 Stimmen abgegeben, vier davon waren ungültig. Da für einen Sieg im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der gültigen Stimmen notwendig waren, kam es anschließend zur Stichwahl zwischen Turlov und Rosenstein.

    Der Deutsche Schachbund hatte im Vorfeld die Kandidatur seines FIDE-Delegierten Wadim Rosenstein unterstützt.

    Mit Turlov übernimmt nun der bisherige Präsident des kasachischen Schachverbandes die Führung des Weltschachverbandes. An seiner Seite wurde der fünfmalige Weltmeister Viswanathan Anand zum Deputy President gewählt.

  8. Problemschachaufgabe 1016

  9. FIDE wählt neuen Präsidenten: Drei Kandidaten treten in Samarkand an

    Dritter Bewerber ist der kasachische Unternehmer Timur Turlov.Der Deutsche Schachbund unterstützt die Kandidatur seines FIDE-Delegierten Wadim Rosenstein.

    Während wenige Meter entfernt bei der Schacholympiade weiter um Mannschaftspunkte und Medaillen gekämpft wird, richtet sich der Blick am Samstag auch auf die sportpolitische Zukunft des internationalen Schachs. Seit 9 Uhr Ortszeit tagt im Congress Center in Samarkand die Generalversammlung des Weltschachverbandes FIDE. Einer der ersten und wichtigsten Punkte auf der Tagesordnung: die Wahl eines neuen Präsidenten.

  10. Deutschland vor dem vorletzten Härtetest: Frankreich und Lettland warten

    Samarkand, 26. September 2026. Nur noch zwei Runden sind bei der Schacholympiade zu spielen und für die deutschen Mannschaften geht es in Runde zehn darum, nach dem Dämpfer vom Vortag wieder Boden gutzumachen. Die Männer treffen auf Frankreich, die Frauen auf Lettland – in beiden Fällen auf einen Gegner, der in der Tabelle auf Augenhöhe steht.

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