SG Vogtareuth-Prutting » » »
SG Vogtareuth-Prutting » » »
Das Stichwort lautet: Nachhaltigkeit. „Wir wollen, dass die Vereine ermutigt werden, auf Dauer etwas zu tun“, sagt DSB-Vizepräsident Jannik Kiesel. Deshalb lobe man nun ein Förderprogramm im Rahmen des DSB-DSJ-Projektes zur Stärkung des Frauen- und Mädchenschachs aus. „Es geht darum, aus den Daten, die wir erhoben haben, die Richtung zu erkennen, wie wir auf diesem Gebiet dauerhaft erfolgreicher werden können," so Kiesel, „welche Ansätze könnten erfolgsversprechend sein, um die Anzahl der weiblichen Mitglieder im DSB zu erhöhen?“
Als alles vorbei war, wurde der Bundesnachwuchstrainer und Delegationsleiter auch noch zum Philosophen: „Sie haben die Erwartungen erfüllt, ohne die Erwartungen zu erfüllen“, sagte Bernd Vökler. Wie bitte? „Ja, ich weiß, das klingt seltsam.“ Gemeint war: Die beiden DSB-Teams landeten beim Mitropa-Cup in dem Bereich, den ihnen die Startliste mit Elozahlen zugewiesen hat – aber insgeheim hatte sich nicht nur Vökler mehr ausgerechnet als Rang sieben im offenen Turnier und Rang sechs im Frauen-Klassement. „Wir hatten dank der Auslosung einen besseren Start als das Ende“, so Vökler nach der Abreise aus dem österreichischen St. Veit, „leider kannst Du halt auf diesem Niveau den ein oder anderen Aussetzer als Vierer-Team nicht kompensieren.“ Frauen-Spielertrainerin Josefine Safarli brachte es so auf den Punkt: „Alle vier Mädchen, die wir dabeihatten, sind hochtalentiert. Aber sie haben noch nie auf diesem Niveau Partien vorbereitet, auch die Selbstkontrolle ist schwierig – so gesehen war der Lerneffekt beim Mitropa-Cup für unsere junge Mannschaft enorm und wird bei der Entwicklung sehr helfen.“ Und genau darum ging es: Entwicklung auf höchstem Wettkampfniveau.
Mit der geplanten Einführung des Wertungsportals tritt zeitgleich auch eine neue Wertungsordnung für die Spielstärkebewertung von Schachspielern in Deutschland in Kraft. Der Verantwortliche für die DWZ-Systemkontrolle, Berthold Plischke, hat die wichtigsten Neuerungen in der demnächst gültigen Wertungsordnung für alle Interessenten zusammengefasst.
Das Wertungsportal soll nach derzeitiger Planung seinen Betrieb zum 1. Juli 2026 aufnehmen. Die Inbetriebnahme kann sich aber aufgrund von Arbeiten und Tests verzögern. (fb)
Der Schachgipfel in Dresden, der vom 17. bis 25. Juli 2026 stattfinden wird, rückt immer näher. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie deren Begleitpersonen wurde inzwischen ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm vorgestellt.
Für die Deutschen Senioren-Meisterschaften haben sich bereits 284 Schachspielerinnen und Schachspieler registriert. Aktuell sind lediglich noch 20 Plätze für weitere Anmeldungen frei.
Die Veranstaltung erfreut sich einer großen Resonanz und lockt eine vielfältige Gruppe von Teilnehmenden an, darunter 37 Spielerinnen und Spieler mit Titeln. Besonders bemerkenswert ist, dass neun der Teilnehmer bereits über 90 Jahre alt sind – ein eindrucksvoller Beleg für die generationenübergreifende Leidenschaft und das breite Altersspektrum, das den Schachsport auszeichnet. Der Gipfel verdeutlicht, wie lebendig und offen die Schachszene in Dresden und darüber hinaus ist. (wcp)
Die nächsten zwei Monate sind mal zum Durchschnaufen da. Schließlich ging es nach Ende des Kandidatenturniers auf Zypern gleich weiter mit der Bundesliga-Endrunde – und der auch für ihn überraschenden Nachricht, dass sein Verein Deizisau nicht mehr in der Bundesliga spielen wird: „Tatsächlich wusste ich bis zum 1. Mai nichts vom Rückzug meines Vereins“, so Blübaum in einem Interview mit dem Schachverband Württemberg. Das erste klassische Schach-Turnier, bei dem Matthias Blübaum wieder am Start ist, ist das top besetzte und renommierte Schachfestival in Biel – vom 11. bis 24. Juli. Da wollte er schon immer mal dabei sein. Schade für die deutschen Fans, dass er deshalb die Deutschen Meisterschaften im Rahmen des Dresdner Gipfels nicht spielen wird.
Alljährlich lädt der Deutsche Schachbund zu seiner Talentsichtung (Tasi) nach Arendsee in Sachsen-Anhalt ein. Ziel ist es unter den Kaderspielerinnen und Kaderspielern des DSB sowie der Landesverbände zukünftige Bundes- und Landeskader unter die Lupe zu nehmen.Nachfolgend ein Bericht der neuen Co-Leistungssportreferentin des Berliner Schachverbandes, Konstanze von Gehlen. (fb)
In Petrovac (Montenegro) fand vom 18. bis 27. April 2026 die 10. Mannschafts-Weltmasterschaft der blinden und sehbehinderten Schachspieler statt. Ausgerichtet wurde die Meisterschaft vom Blindenverband Montenegros in Zusammenarbeit mit der Internationalen Blindenschachvereinigung (IBCA). (fb)
Silber und Bronze: Bemerkenswerte deutsche Erfolge gab es bei der von der ECU veranstalteten European School Chess Championship 2026 im kroatischen Trogir. Bei dieser Schul-EM holte Lilian Schirmbeck (vier Punkte aus acht Spielen) in der Kategorie „Open U17“ den fünften Platz – und damit Silber in der Mädchen-Wertung. In der „Open U11“ schaffte es Varvara Sigachevaauf den elften Rang – sie war damit drittbestes Mädchen. Konstantin Müller kam im U11-Teilnehmerfeld auf Rang acht. Markus Schirmbeck meldetet dem DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit, die Europäische Schach-Union und der kroatische Verband hätten das Turnier "super professionell organisiert", an einem "traumhaften Ort" direkt am Meer, mit toller Altstadt - "der mit seiner wunderschönen Natur auch zum mentalen Ausruhen eingeladen hat". Dazu gab es viele Gastgeschenke für die Kinder und Jugendlichen. (mw)
Vorneweg: Das Wetter in Kärnten ist gut, 25 Grad, Sonne – und die Atmosphäre passt dazu. Ganz im Sinne des Mitropa-Cups, der vor 50 Jahren (damals in Innsbruck) als „völkerverständigende Maßnahme in Mitteleuropa“, wie es DSB-Delegationsleiter Bernd Vökler nennt, aus der Taufe gehoben wurde. „Eine Idee, die durchaus hier auch gelebt wird“, sagt der Bundesnachwuchstrainer zum aktuellen Turnier im österreichischen St. Veit. Die fast durchweg sehr jung besetzten Teams im Kunsthotel Fuchspalast sind in intensivem Austausch, es werden Schach-Freundschaften gepflegt. So soll es sein. Sportlich ist die Lage aus deutscher Sicht als durchwachsen zu bewerten. Das Männerteam unterlag in der dritten Runde Frankreich mit 1:3, man sei „im Grunde chancenlos“ gewesen, so Vökler: „Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht gegen eine Mannschaft, die allerdings auch deutlich stärker besetzt war. Da muss man nur auf die Elo-Zahlen schauen.“ Drei Runden mit nur einem Sieg und einem Unentschieden – die Konkurrenz ist schon weit enteilt. Vökler erwartet eine Leistungssteigerung: "Da geht mehr." Spielertrainerin Josefine Safarli vermeldet aber aus dem Frauenteam hingegen, sie sei „mehr als zufrieden. Die Spielerinnen machen das wirklich sehr gut“. Fünf Punkte, ebenso erfolgreiche wie die Ukraine, die für Ungarn (sagte aus Termingründen ab) nachgerückt ist. In seiner Analyse nach drei Spieltagen konzentriert sich denn auch Bernd Vökler erstmal auf die Frauen, bei denen Safarli bisher auf einen eigenen Einsatz verzichtet hat - womit der Alterschnitt deutlich unter 18 Jahren liegt. (mw/bv)