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Deutscher Schachbund

  1. Wenn Schach zur Kunst wird: "Schön wie das Komponieren eines Liedes."

    Es ist seine Heimatstadt. Hier wurde Silvio Baier1978 geboren, hier lebt er bis heute mit seiner Familie – und hier findet nun auch der Schachgipfel statt. Für den zweifachen Familienvater hat das große Schachfestival in Dresden (16. bis 26. Juli) daher eine besondere Bedeutung. Silvio Baier wird ein besonderer Teil des Programms sein. Man könnte sagen: Beim Schachgipfel ist er der Feingeist in Sachen Schach. Als Botschafter der Problemschachvereinigung Die Schwalbe wollen der Dresdner und einige Mitstreiter mehrere Programmpunkte begleiten. Dazu aber später mehr aus dem Gespräch eines ungewöhnlichen Weltmeisters mit dem DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit.

  2. Problemschachaufgabe 987

  3. Frauentag. Schachtag.

    Nadja Jussupow, Frauenschach-Referentin des DSB, sagt: „Es gibt viel zu wenige stark besetzte Turniere für Frauen in Deutschland.“ Also hat die Schachschule Jussupow in Weißenhorn (vom 3. bis 8. März) das 2. Internationale Schachturnier zum Weltfrauentag veranstaltet. Plus das 3. Viktor-Kortschnoi-Memorial. Top besetzte Events, mit attraktivem Preisgeld. So wurde an den sechs Tagen „hochklassiges und spannendes Schach“ geboten, wie Großmeister Artur Jussupow betonte, der auch Turnierleiter war. Nadja Jussupow übernahm den Part der Hauptschiedsrichterin. Im Feld wimmelte es vor Großmeisterinnen und Internationalen Meisterinnen, zudem an Talenten im B-Turnier. Am Ende siegte bei den Frauen, A-Gruppe, IM Klaudia Kulon mit sieben Punkten. DSB-Kaderspielerin WGM Jana Schneider kam als beste Deutsche auf 5,5 Zähler – und Rang fünf. Nationalspielerin WGM Josefine Safarli habe sich beim Kortschnoi-Memorial (Eloschnitt 2427) „tapfer gehalten“, so Jussupow. 2,5 Punkte bedeuteten aber nur Platz zehn. Bemerkenswert hier die fünf Punkte von FM Alfred Nemitz. Das DSB-Talent schnappte sich eine IM-Norm. „Insgesamt waren diese beiden Turniere so hochklassig besetzt, dass es für die deutschen Frauen nicht leicht war.“

  4. Wenn die Schulzes bei der DSAM abräumen...

    Ob es an der Top-Trainerin lag? Vermutlich. Da schaffte jedenfalls in der Gruppe D ein gewisser Dominik Voigt vom HSK Lister Turm Platz drei, ebenfalls qualifizierte sich in dieser Gruppe Lukas Schulze von Werder Bremen über den achten Platz (vor ihm landete ein Teilnehmer, der bereits qualifiziert war) auch noch für das Finalturnier im Rahmen des Schachgipfels in Dresden. Schulze? Jetzt klingelt es jetzt bestimmt beim ein oder anderen. Dominik ist der Freund der Nationalspielerin Lara Schulze, Lukas der Bruder, Stefanie Klawun-Schulzedie Mutter. Sie spielte in der Gruppe G, verpasste aber leider die Qualifikation. Und ja, Lara war auch vor Ort, spielte beim Blitzturnier. Für die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft ist sie als Profi natürlich nicht zugelassen. „Ich habe die Daumen gedrückt und mich riesig gefreut, dass Lukas und Dominik die Qualifikation geschafft haben“, sagte sie dem DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit: „Das ist ein absoluter Hammer für uns. Denn da das Finale Teil des Gipfels in Dresden ist und ich da bei der Deutschen Meisterschaft spiele, sind wir im Juli gemeinsam am Start.“

  5. Problemschachaufgabe 986

  6. Nominierungskriterien aufgeweicht: Wer greift bei der Jugend-WM nach den Sternen?

    Die Jugend-Weltmeisterschaft U14 bis U18 findet vom 14. bis 27. Juni 2026 in Montesilvano, Italien, statt. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass der DSB mit einem starken Team antreten wird. „Bennet Hagner wird in der U18 nach den Sternen greifen, da bin ich mir sicher“, sagt Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler: „Bennet hat sich in der Bundesliga zu einer festen Größe beim OSG Baden-Baden etabliert. Er möchte bei seiner letzten Jugend-EM den Kampf um die Medaillen aufnehmen.“ In der U18 weiblich gäbe aus seiner Sicht gleich mehrere Kaderspielerinnen, die Medaillen holen könnten: „Vielleicht kann insbesondere Charis Peglau den Aufwärtstrend der letzten letzten Monate stabilisieren und abliefern.“ Auf eine Besonderheit weist Sportdirektor Kevin Högy hin: Die Kommission Leistungssport hat für die Nominierungen für diese Weltmeisterschaft die bisherigen Nominierungskriterien außer Kraft gesetzt.

  7. Fakten statt Bauchgefühl: Strategien, mehr Mädchen und Frauen für Schach zu gewinnen und langfristig zu halten

    Am Dienstag den 3. März 2026, fand die sechste und zugleich letzte Veranstaltung im Rahmen des Projekts „Wissenschach Kompakt“ statt. Circa 20 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen von 19:00 bis 20:30 Uhr am ausgeschriebenen Zoom-Meeting teil. Unter dem Titel „Fakten statt Bauchgefühl: Strategien, mehr Mädchen und Frauen für Schach zu gewinnen und langfristig zu halten“ widmete sich die Veranstaltung einem hochaktuellen Thema. Die Leitung übernahm Dr. Lilli Hahn, promovierte Naturwissenschaftlerin, Mitglied des ECU Women Council und seit vielen Jahren engagiert im Bereich Gleichstellung im Schach.

  8. Ach, diese Lücke. Diese entsetzliche Lücke: Gut, wenn die DSAM zum Heimspiel wird...

    Ach, diese Lücke. Diese entsetzliche Lücke. Nein, es geht nicht um den gleichnamigen Roman von Roman Meyerhoff, der seit einigen Wochen auch als Film in den Kinos läuft. Nein, von dieser Lücke ist in den Gesprächen mit Schachfreunden aus Hannover immer wieder die Rede. Hannover – eine Stadt mit großen Schachvereinen, aber wenigen Turnieren. Schon gar keine großen. Wie gut, dass nach 23 Jahre Pause die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft wieder Station in Niedersachsens Metropole macht. Gestern ging es los mit dem Blitzturnier, heute starten die Runden - bis Sonntag, 8. März. Hannover war 2001/2002 (der Startsaison der DSAM) und 2002/2003 bereits bei der DSAM dabei. Für zwei Hannoveraner Vereine gilt bei der Rückkehr die Devise: Wenn die DSAM zum Heimspiel wird, gibt es kein Halten mehr. Der eine, HSK Lister Turm, hat 23 Teilnehmer gemeldet, das Schachzentrum Bemerode immerhin 17. Die Akteure können mit dem Fahrrad anreisen. Hinzu kommen weitere große regionale Delegationen wie Freibauer Wedemark (11) oder die Schachfreunde Ricklingen (10), für die es auch nur ein Katzensprung ist. Es wird die Heimschläfer-DSAM. „Wir freuen uns sehr, dass die DSAM endlich auch in Hannover Station macht“, sagt Antonio Redondas, Spielleiter des HSK Lister. Er wird selbst bei der DSAM mitspielen und ist voller Vorfreude: „Für viele von uns ist dieses Turnier so etwas wie die Krone der Amateurturniere – sehr beliebt, hervorragend organisiert und mit kompakten Gruppen, die spannende und ausgeglichene Partien ermöglichen.“ Marcel Lange vom Schachzentrum Bemerode ergänzt: „Selbst ein solches Turnier auszurichten ist in der heutigen Zeit eigentlich unmöglich“, so der Vereinschef, „Sponsorensuche, Räumlichkeiten, ein Organisationsteam - der ganze Zeitaufwand ist nicht zu stemmen. Wunderbar, dass das DSAM-Team bei uns vorbeikommt und für ein echtes Highlight in der Stadt sorgt.“

  9. Kein außerordentlicher Bundeskongress im Mai

    Vor zwei Wochen hattenJürgen Gersinska, Vizepräsident des Badischen Schachverbandes, Dirk Martens, Präsident des Schachverbands Schleswig-Holstein, Klaus-Jürgen Herlan, Vorsitzender des Hamburger Schachverbandes, Manfred Scheiba, Präsident des Deutschen Fernschachbundes und der Präsident des Berliner Schachverbandes, Paul Meyer-Dunker, einen Antrag auf Ausrichtung eines außerordentlichen Bundeskongresses im Mai gestellt. Den Antrag hat das Präsidium nun zurückgewiesen. Es bleibt dabei, dass im Mai erst einmal, wie geplant, eine Hauptausschuss-Sitzung stattfindet.

  10. "Definitiv eine Premiere, auf die wir uns sehr freuen."

    Es ist ein Comeback, das sich viele gewünscht haben, betont Turnierchefin Sandra Schmidt: „Es wurde häufig in Mails gefragt: Mensch, wann kommt Ihr endlich wieder nach Hannover?“ Jetzt sind sie da! Nach 23 Jahren Pause (für alle Nostalgiker: Damals hieß die DSAM noch Ramada-Treff-Cup) kehrt die erfolgreichste Turnierserie des Deutschen Schachbundes, die Deutsche Amateurmeisterschaft (DSAM), wieder in Niedersachsens Hauptstadt zurück. Vom 5. bis zum 8. März 2026 ist es soweit. Auf die freien Plätze an den Brettern des großen Maritim Airport Hotels in Hannover hat es einen unglaublichen Ansturm gegeben. „Wir sind jetzt schon ein bisschen drüber gelaufen“, sagt Schmidt und meint damit das Teilnehmerfeld. Tatsächlich gibt es bereits eine Warteliste, auf der man sich aber durchaus Hoffnung machen darf: In der Regel kommen bis zu fünf Prozent der Angemeldeten letztlich doch nicht – aus unterschiedlichsten Gründen.

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