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Rekordausrichter? Bei dem Begriff muss Rainer Polzin schmunzeln. „Das klingt lustig. Denn bisher hat das kein Verein auch nur ein zweites Mal ausgerichtet.“ Die Schachfreunde Berlin 03 hingegen, bei denen Polzin im Vorstand mitarbeitet, sind nun bereits zum fünften Mal Ausrichter der Endrunde in der offenen Bundesliga. Sie dürfen für sich in Anspruch nehmen, die Veranstaltung groß gemacht - und ihr einen wunderbaren Rahmen gegeben zu haben. Allein die Location ist auch diesmal ein Traum: Das Event findet von Freitag bis Sonntag in der SPD-Zentrale im Willy-Brandt-Haus in der Wilhemstraße in Berlin statt, wo es zwar schon sechs Mal Bundesligarunden gab – aber nun erstmals die Endrunde. „Das ist eine wunderbare Möglichkeit für alle Berliner Schach-Fans, unseren Sport auf Spitzenniveau zu erleben“, sagt Paul Meyer-Dunker, der mit seinen Berliner Schachverband Mitveranstalter ist: "Es wird ein Highlight." Es habe, so sagt er, in jüngster Vergangenheit einige schöne Berliner Turnierorte gegeben, wie das Rathaus Schöneberg oder das Olympiastadion zuletzt beim U25-Open - aber das Willy-Brandt-Haus übe auf ihn noch einmal eine besondere Faszination aus. Der Eintritt für alle ist übrigens frei – aber bitte den Ausweis für den Einlass nicht vergessen.
Der Frauenanteil im deutschen Schach steigt – aber nur langsam. Gleichzeitig zeigen aktuelle Daten ein klares strukturelles Problem: Viele Mädchen verlassen den Verein bereits im Alter von elf Jahren, und Frauen sind in zentralen Rollen weiterhin deutlich unterrepräsentiert. Mit dem ersten Gleichstellungsbericht legt der Deutsche Schachbund nun eine fundierte Analyse vor und formuliert konkrete Ziele für die Zukunft. Im Interview spricht Vizepräsident Jannik Kiesel über kritische Entwicklungen, wirksame Maßnahmen und darüber, warum der Verband langfristig 16.000 weibliche Mitglieder erreichen will.
Klaus Deventer, der Turnierleiter, bringt es auf den Punkt: „Es ist eine sehr schöne Veranstaltung, vor allem: familiär.“ Und damit sind wir schon beim Familien-Thema des Tages bei der Zentralen Endrunde der Frauen in Bad Königshofen: Sie ist wieder da. Die Grande Dame des Schachsports. Seit dem 22. März ist die Familie Pähtz um Lavinia Melina Giannandrea reicher – und ihre Mutter, Elisabeth Pähtz, ließ es sich nicht nehmen, die Bundesliga-Endrunde in Bad Königshofen mitzuspielen. Das hatte sie zwar auch angekündigt – aber geglaubt hatte das eigentlich keiner. Sowas geht doch eigentlich nicht, oder? Doch, das geht sehr wohl: wenn man Pähtz heißt. Daran sieht man, wie sehr sie das Spiel immer noch liebt. „Es hat sich nicht viel verändert“, sagt sie ganz cool der DSB-Öffentlichkeitsarbeit. In den ersten beiden Runden holte die erfolgreichste deutsche Schachspielerin gleich zwei Punkte für die OSG Baden-Baden. Den einen allerdings kampflos – gegen die Rodewischer Schachmiezen, die in Unterzahl spielten. Dazu später mehr. „Dank Mama ist es möglich, dass ich hier dabei bin - weil sie mich begleitet“, sagt Elisabeth Pähtz. Anna Pähtz, die schon häufiger bei Turnieren an der Seite von Elisabeth war, ließ die kleine Schach-Prinzessin sogar schon mal Turniersaal-Luft schnuppern. Sooooo herzerwärmend schön kann Schach sein…
Extrem spannend ging es bei der diesjährigen 48. Deutschen Meisterschaft im Lösen von Schachproblemen am 11./12. April 2026 im Kongresshotel Palatin in Wiesloch unter der bewährten Leitung des Schwalbe-Turnierwarts und internationalen Schiedsrichters Axel Steinbrink (Dinslaken) zu: Die Entscheidung fiel erst in der Schlussrunde, als sich nach heißem Zweikampf um den Titel der Brite David Hodge noch knapp an Ulrich Voigt aus Freiburg vorbeischieben konnte.
Am Ende lagen Freud und Leid sehr eng beisammen, in einem einzigen Spielsaal. Im schönen großen Kursaal der Therme in Bad Königshofen. Vielleicht sind es genau jene emotionalen Szenen, die danach zu beobachten waren, die das deutsche Frauenschach ausmachen. Eine Bundesliga-Endrunde, bei der sich viele Schach-Freundinnen getroffen haben, ging jedenfalls heute mit sehr viel Empathie zu Ende. „Wir Trainer und Betreuer verstehen uns halt richtig gut“, sagte Eberhard Schabel, der Teamchef von TuRa Harksheide. „Wir haben uns gegenseitig gratuliert - und getröstet. Wir haben Hemer und dem spannenden Projekt aus Chemnitz gewünscht, dass sie schnell wieder hochkommen.“ Ja, nach dem SC Kreuzberg, der bereits seit gestern als Absteiger feststand, erwischte es auch die Mannschaften des SV Hemer 1932 und des Chemnitzer SC Aufbau 95. Sie müssen die Bundesliga verlassen. Der SK Schwäbisch Hall holte sich unterdessen den großen Siegerpokal, vor der OSG Baden-Baden und dem SC Bad Königshofen – verdientermaßen, denn das Ensemble aus Baden-Württemberg zeigte in der gesamten Saison seine große Klasse - und keine Schwäche. Drei finale Runden, drei imposante Siege. Das sagt alles. In diesem Jahr feiert der Verein sein 90-jähriges Bestehen. Der Meistertitel ist nun „ein sehr passendes Highlight“, sagen Erhard Steffenund Mario Meinel,der erste und zweite Vorsitzende des Vereins: "Bestätigung unserer erfolgreichen Arbeit."
Bereits über 150.000 Kinder kamen, um die „Faszination Schach“ von Großmeister Sebastian Siebrecht als Erlebnisschachprogramm zu rocken. Spiel, Spaß und Begeisterung pur! Die City-Arkaden Wuppertal sind zum ersten Male Ausrichter der beliebten Kinderschachinitiative. Oberbürgermeisterin Miriam Scherff hat die Schirmherrschaft übernommen. Die Oberbürgermeisterin wird zusammen mit Centermanagerin Katrin Becker, dem 1. Vorsitzenden der Elberfelder Schachgesellschaft 1851 e.V., Martin Keller, sowie den Drittklässlern der Marien-Grundschule den Eröffnungszug am Montag, den 20. April 2026 um 10.00 Uhr ausführen.
»... erwies sich als richtungsweisend für den weiteren Turnierverlauf« ist eine im Schach gern und häufig gebrauchte Metapher. Kaum einmal bestätigte sie sich jedoch im Nachhinein so treffend wie beim wichtigsten Turnier des Jahres nach Runde 1:
Selbst der Tabellenletzte ist noch nicht hoffnungslos. Oder, wie man so schön sagt: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Mut macht der einzige Saisonsieg – errungen gegen die Rodewischer Schachmiezen. „Das hat gezeigt: An guten Tagen ist alles möglich, auch aus der Außenseiterrolle heraus“, sagt Raj Tischbierek. Der Großmeister ist Trainer der Bundesliga-Frauen aus Berlin, bereitet das Ensemble des SC Kreuzberg auch auf die drei finalen Runden vor. Die Endrunde in Bad Königshofen ab dem heutigen Freitag (bis Sonntag) wird ein Abstiegskrimi par excellence. Sechs Mannschaften mit maximal sechs Mannschaftspunkten sind mittendrin – drei wird es erwischen. Daraus bezieht die Liga, bei denen der Vorsprung des SK Schwäbisch Hall (zwei Mannschaftspunkte vor Baden-Baden) uneinholbar erscheint. Im tiefen Keller aber gibt es viele direkte Duelle, in denen mancher, der sich jetzt sicher wähnt, noch unter den Strich fallen kann – und den Weg in die Zweitklassigkeit antreten muss. „Es gibt einige Mannschaften in dieser Liga, die spielerisch durchaus auf einem Level sind, die Unterschiede sind wirklich nur sehr gering“, sagt Tischbierek, „da haben einige vor allem aufgrund ihres großen Kampfgeistes und ihrer Einstellung wichtige Punkte geholt.“ Vor allem das junge Ensemble des Chemnitzer SC Aufbau habe ihm hier stark imponiert.
In der zweiten Aprilwoche war die "Faszination Schach"-Tour von GM Sebastian Siebrecht zu Gast in Bayreuth und zum ersten Mal in Oberfranken. Oberbürgermeister Thomas Ebersberger hatte die Schirmherrschaft übernommen und das Rotmain-Center war Ausrichter der beliebten Kinderschachinitiative. Zur Eröffnung am 9. April waren Centermanager Fabian Paschl und der erste Vorsitzenden des Schachclubs Bayreuth, Prof. Dr. Thomas Bezold, anwesend. Der Bayerische Schachbund, der Schachbezirk Oberfranken und der Schachclub Bayreuth präsentierten sich und und stellten Trainingsangebote vor Ort vor.