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Deutscher Schachbund

  1. Jugend-WM: Beton, Feuer - und heiße Eisen. DSB-Talente mit Medaillenchancen.

    Es ist sehr heiß in Montesilvano. Seit Turnierbeginn täglich konstant über 30 Grad. Das Ausflugsangebot des Veranstalters, Busfahrten nach Rom und San Marino, fand deshalb bei den deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Junioren-WM nur ein überschaubares Echo. „Seele baumeln am Strand“ war denn auch für den heutigen Ruhetag angesagt, wie Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler berichtet. Nachdem am Samstag in einer Sportsbar viele aus der deuten Delegation das WM-Vorrundenspiel Deutschland gegen Elfenbeinküste (2:1) genossen - mit Originalkommentar im Land des ehemaligen Weltmeisters, der gar nicht dabei ist... Ab dem morgigen Montag warten noch fünf spannende Runden auf viele DSB-Talente. Vorneweg marschiert einer der größten Medaillenkandidaten, Bennet Hagner. Er geht in seinem letzten U18-Jahr mit fünf Punkten aus sechs Partien „relativ zufrieden“, wie er es in gewohnt zurückhaltender Art formuliert, in die Schlussphase: „Leider ist meine Buchholz-Wertung nicht gut, weil ich die erste Runde nur Remis gespielt habe, deshalb versuche ich viele volle Punkte zu holen, um am Ende unter die Top drei zu kommen.“

  2. Problemschachaufgabe 1005

  3. „Wenn du die Einzige am Brett bist, dann zeig es den anderen."

    Was haben Schach und Tischkickern gemeinsam? Mehr, als man denkt und Linh Tran weiß das besser als die meisten. Als Deutsche Vizemeisterin U16 mit einer Elo über 2100 verbrachte sie fast ein Jahrzehnt am Schachbrett, bevor sie die 64 Felder gegen den Kickertisch tauschte. Was folgte, ist eine der bemerkenswertesten Sportkarrieren, die Deutschland in den letzten Jahren hervorgebracht hat: fünf Weltmeistertitel im Tischfußball, ein Profiweg, den es so noch nie gab und eine Stimme, die im Gespräch über Frauen im Sport nicht mehr wegzudenken ist.

    Genau diese Stimme ist am 17. Juli beim Schachgipfel 2026 in Dresden zu erleben. Die Abschlusskonferenz Mädchen- und Frauenschach (17.–19. Juli, JOYNEXT Arena: jetzt anmelden) bildet den Höhepunkt des gemeinsamen Projekts vom Deutschen Schachbund und Deutscher Schachjugend zur Förderung von Mädchen und Frauen im Schach. Den Auftakt macht eine Podiumsdiskussion mit vier Persönlichkeiten, die das Thema aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten: Neben Linh Tran diskutieren Bundesligaspielerin WFM Sarah Hund, Podcasterin und Kommentatorin WCM Katharina Reineckesowie DSB-Vizepräsident Jannik Kieseldarüber, wie es gelingt, mehr Mädchen und Frauen dauerhaft für den Schachsport zu begeistern. Vorgestellt werden außerdem die Ergebnisse des seit 2025 laufenden Projekts sowie konkrete Maßnahmen für die Zukunft.

    Als Frau, die beide Welten kennt und die aus eigener Erfahrung weiß, warum Mädchen aufhören und was sie zum Bleiben bringen könnte, bringt Linh Tran eine wertvolle Außenperspektive mit. Wir haben vorab mit ihr gesprochen: über Wettkampfpsychologie, Role Models, männerdominierte Spielräume und die Frage, was der Deutsche Schachbund von der Kickerwelt lernen kann. (fe)

  4. "Viele Vereine haben ähnliche Herausforderungen." Mitglieder gewinnen, Ehrenamt stärken, Verein weiterentwickeln

    Am 25. und 26. Juli 2026 lädt der Deutsche Schachbund zum fünften Mal zur Bundesvereinskonferenz ein – diesmal im Rahmen des Schachgipfels in Dresden. DSB-Vizepräsident Jannik Kiesel erklärt im Interview, warum sich die Anreise lohnt: „Wer sich fragt, wie andere Vereine Mitglieder gewinnen, Ehrenamtliche entlasten oder neue Angebote schaffen, bekommt hier nicht nur Antworten, sondern auch viele Ideen zum Mitnehmen."

    Im Mittelpunkt stehen sechs praxisnahe Workshops, die zentrale Themen der modernen Vereinsarbeit aufgreifen. Jörg Schulz, ehemaliger Geschäftsführer der Deutschen Schachjugend, zeigt, wie gutes Jugendtraining aussieht und wie Vereine junge Menschen langfristig ans Schach binden. Parallel dazu widmet sich Dr. Rainer Kempe dem Seniorenschach und stellt unter dem Motto „Miteinander – Füreinander" vor, wie aktives Schachleben auch im Alter gelingen kann. Bettina Bensch, Preisträgerin des Goldenen Chesso 2026, beleuchtet, warum Mädchen und Frauen besondere Angebote brauchen und wie Vereine diese Zielgruppe erfolgreich ansprechen. Malte Ibs diskutiert gemeinsam mit den Teilnehmenden die aktuellen Herausforderungen von Schachvereinen – von der Mitgliedergewinnung bis zur Entlastung Ehrenamtlicher. Jannik Liebelt zeigt, wie Onlineschach das Vereinsleben sinnvoll ergänzen kann und neue Zielgruppen erschließt. Rüdiger Bock schließlich gibt praktische Tipps, wie Turniere gezielt zur Mitgliedergewinnung und Vereinspräsentation eingesetzt werden können.

    Da jeweils zwei Workshops parallel stattfinden, empfiehlt Kiesel, als Verein mit mehreren Personen anzureisen: „So nimmt man deutlich mehr mit."

    Die Teilnahme kostet 10 € pro Person. Alle Informationen zur Anmeldung und kurze Beschreibungen der Workshops findet ihr hier.

  5. Olympiade: Deutsche Teams top besetzt - mit Keymer, Blübaum, Wagner und Pähtz

    Am Montag wurden die Spieler und Spielerinnen von den Bundestrainern Zahar Efimenko und Jan Gustafsson informiert – ob sie dabei sind, oder nicht. Die DSB-Kader für die Olympiade in Samarkand (Usbekistan) stehen fest, exakt drei Monate vor dem Start des Turniers, vom 15. bis 28. September. Während es bei den Männern im Grunde keine Überraschung gibt, bis auf eine Ausnahme (Rasmus Svane) streng nach Elo nominiert wurde. So rückte im Vergleich zur EM Alexander Donchenko für Dmitrij Kollars ins Aufgebot, das – wenig überraschend – von Vincent Keymer, Matthias Blübaum und Frederik Svane angeführt. "Natürlich wollen wir vorne mitspielen", so Gustafsson, "je weiter vorne - desto besser." Im Vergleich dazu wirbelte Zahar Efimenko den Frauen-Kader – der im Herbst noch Bronze bei der Team-EM geholt hatte - ordentlich durcheinander. Die Rückkehr von Elisabeth Pähtz, die nach der Geburt ihrer Tochter im Frühjahr erstaunlich früh wieder Lust auf Schach bekommen hat, ist dabei nicht unbedingt überraschend. Sie hatte immer betont, dass die Olympiade für sie ein großes Ziel ist. „Ich freue mich, dass Elisabeth ins Team zurückgekehrt ist - und bereit ist, mit uns zu kämpfen“, sagte Zahar Efimenko.

  6. Spitzenschach trifft buntes Rahmenprogramm – Das Schachfest beim Schachgipfel 2026

    Am 18. Juli wird der Schachgipfel in Dresden zum Treffpunkt für Schachbegeisterte, Neugierige und Familien gleichermaßen: Von 10 bis 18 Uhr verwandelt sich das Gelände des Internationalen Congress Centers in ein farbenfrohes Schachfest mit einem vielfältigen Rahmenprogramm. Wer gedacht hat, Schach sei nur etwas für die ruhigen Turniersäle, wird hier eines Besseren belehrt.

  7. DSB-Talente im Fokus: Herausforderung Jugend-WM und World Cup

    Für viele DSB-Talente wird es jetzt richtig herausfordernd. Gleich zwei Top-Turniere im Mammut-Design stehen an: Einmal der FIDE World Cup für U8 bis U12, ab Dienstag in einem neuen Format, in Batumi. Und dann die Jugend-Weltmeisterschaften U14 bis U18 im italienischen Montesilvano, die mit der ersten Runde am Montag beginnt. Hier tummeln sich unter den 780 Spielerinnen und Spielern aus 87 Nationen einige ambitionierte DSB-Talente. Und hier, sagt Bundesnachwuchstrainer und Delegationsleiter Bernd Vökler, habe man „auch einige realistische Medaillenchancen“.

  8. Malmö, Bukarest & Oslo - die Kolumne von GM Raj Tischbierek

    Im Mai und Juni gingen drei Höhepunkte des klassischen Schachs in unmittelbarer Folge über die Bühne:

    1. TePe Sigeman in Malmö (1.-7. Mai),
    2. Romania Classic als Bestandteil der Grand Chess Tour in Bukarest (14.-23. Mai),
    3. Norway Chess in Oslo (25. Mai – 5. Juni).
  9. Problemschachaufgabe 1004

  10. Faszination Schach - Schachtage im Ring-Center II Berlin

    Bereits über 150.000 Kinder kamen, um die „Faszination Schach“ von Großmeister Sebastian Siebrecht als Erlebnisschachprogramm zu rocken. Spiel, Spaß und Begeisterung pur! Das Ring-Center II im Berliner Bezirk Lichtenberg ist zum ersten Mal Ausrichter der beliebten Kinderschachinitiative. Bezirksbürgermeister Martin Schäfer hat die Schirmherrschaft übernommen. Er wird zusammen mit Centermanagerin Andrea Schwenke und einer ersten Schulklasse am Montag, den 15. Juni 2026 um 10.00 Uhr den Eröffnungszug der Schachtage ausführen.

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